Wandlung & Freiheit

Gesundheitspraxis für ganzheitliche Begleitung

Ines Prasch


Ich bin deine Gesundheitsdetektivin

Die Natur macht uns den Weg frei in unsere Selbstheilung.

Voraussetzung hierfür ist eine gründliche Ermittlungsarbeit. Eine Spurensuche, bei der die wahren Ursachen einer Erkrankung aufgespürt und die entlarvten Störfaktoren auf natürlichem Wege wieder beseitigt werden.

Jeder Erkrankung liegt in der Regel eine seelische Ursache bzw. ein Konflikt zugrunde. Diese gilt es zu finden und aufzulösen, damit die Selbstheilungsprozesse beginnen können.

Das Ziel eines jeden Körpersystems ist immer die Kohärenz: eine Ordnung, die im natürlichen Gleichgewicht ist.

Detektivarbeit eben –

aber eine, die sich wirklich lohnt.



Mein Blog

Mehr als eine einfache Diät:

„Mediterrane Ernährung“

Seit ich im Jahr 2008 zum ersten Mal gefastet habe und in der darauf folgenden Aufbauphase Rezepte aus dem Süden nutzte, bin begeistert von der Mittelmeerdiät.

Diese Ernährungsweise schmeckt nicht nur im Urlaub, sondern auch im Alltag. Sie ist reich an Obst, Gemüse, Nüssen und extra nativem Olivenöl. Gleichzeitig begrenzt sie den Konsum von rotem Fleisch, Süßigkeiten und stark verarbeiteten Lebensmitteln.

Diese „Diät“ ist eine vollwertige Ernährung, da sie alle für uns notwendigen Komponenten einbezieht. So bietet sie uns eine breite Palette pflanzlicher Bioaktivstoffe und schmeckt zudem hervorragend – was zugegeben für mich ganz besonders wichtig ist.

Aktuelle Studien belegen einmal mehr, dass diese Ernährungsform nicht nur das Halten eines guten Körpergewichts fördert, sondern auch nach einer Krebsdiagnose und bei Autoimmunerkrankungen, sowie zur allgemeinen Gesundheitsförderung ein echter Lebensverlängerer mit positiven Auswirkungen sein kann.

Eine italienische Studie des UMBERTO-Projekts untersuchte 800 Erwachsene mit Krebsdiagnose über 13 Jahre hinweg, einschließlich ihrer Ernährungsgewohnheiten. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Teilnehmer, die sich stark an die Mittelmeerdiät hielten, hatten ein um 32 % geringeres Sterberisiko, insbesondere das kardiovaskuläre Sterberisiko war um 60 % reduziert.

US-Forscher beobachteten über 25 Jahre hinweg mehr als 25.000 gesunde Frauen. Sie stellten fest, dass die mediterrane Ernährung das Sterberisiko durch Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 23 % senken kann, begleitet von positiven Stoffwechselveränderungen, der Reduktion von Entzündungen und der Verbesserung der Insulinresistenz.

Auch bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis werden antientzündliche Diäten empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. hat in einer Empfehlung festgehalten, inwieweit Ernährung bei der Behandlung von entzündlichen Gelenkerkrankungen eine Rolle spielt. Nur für die mediterrane Ernährungsweise gibt es wissenschaftlich fundierte Hinweise auf eine positive Wirkung.

**Was ist nun die Quintessenz?**

Obwohl diese Studien keine Kausalzusammenhänge beweisen, verdeutlichen sie wieder einmal mehr, warum in den „Blue Zones“ eine überdurchschnittliche Lebenserwartung erreicht wird.

Haben diese Studien Relevanz für deinen Alltag?

JA!

Diese Erkenntnisse heben die Bedeutung gesunder Ernährungsgewohnheiten in Kombination mit körperlicher Aktivität und niedrigem Stressniveau hervor. Das dient nicht nur zur Vorbeugung, sondern auch zur Unterstützung der Genesung und Verbesserung der Lebensqualität, z.B. nach einer Krebsdiagnose, bei Autoimmunerkrankungen und nicht zuletzt einer positiven Verlaufsentwicklung eines Diabetes Typ 2, sowie vielen kardiovaskulären Erkrankungen.

Deshalb sollten wir den Wirkstoff „Lebensstil“ im Alltag viel besser nutzen, um eine lange Gesundheitsspanne zu erreichen – und das mit Spaß und Genuss!

Die Mittelmeerdiät lässt sich sehr einfach in den Alltag integrieren.

Hier sind einige praktische Tipps:

**Verzehr von Obst und Gemüse erhöhen**:

- Strebe täglich fünf Portionen an. Füge Obst zu deinem Frühstück hinzu und iss Gemüse zu jeder Mahlzeit.

Tipp: Obst sollte aufgrund seines Zuckergehalt am Morgen den Vorhang haben. So kommt es gleichzeitig der Leistung deines Gehirns zugute. Frisches Gemüse sollte bis 17:00 Uhr verzehrt werden, um eine optimale Verdauung zu gewährleisten. Wer später essen muss oder möchte, sollte es dünsten.

- Achte hierbei auf eine gute Qualität, denn nicht die Menge, sondern die Inhaltsstoffe sind entscheidend

**Gesunde Fette verwenden**:

- Nutze extra natives Olivenöl von guter und frischer Qualität zum Kochen und als Dressing.

Tipp:⊸bsp;Da Olivenöl hitzeempfindlich ist, setze es erst am Ende des Kochvorgangs zu.

- Ergänze deine Ernährung mit Nüssen und Samen für gesunde Fette.

**Fisch und Meeresfrüchte einbauen**:

- Iss zweimal pro Woche frischen Fisch.

- Bevorzuge fette Fischarten wie Lachs, Makrele oder Sardinen von guter und vor allem frischer Qualität, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind.

- Wer Fisch nicht mag, aber dennoch die Vorteile des in ihm enthalten Omega-3 nutzen möchte, kann auf ein hochwertiges Omega-3-Öl ausweichen. Bevorzugt werden sollten reine Öle und keine Kapseln. Diese Öle gibt es auch auf veganer Algenbasis.

**Reduziere rotes Fleisch und stark verarbeitete Lebensmittel**:

- Begrenze den Konsum von rotem Fleisch und Wurstwaren.

- Setze auf Hülsenfrüchte, Bohnen und Linsen als Proteinquellen.

- Verzichte weitgehend auf stark verarbeitete Lebensmittel. Dazu gehört neben Fertigpizza ௡ᖃmp; Co. auch die große Palette an Aufbackprodukten in den Supermärkten.

**Milchprodukte in Maßen genießen**

- Konsumiere Milch, Joghurt und Käse in moderaten Mengen.

- Es geht weniger um den Fettgehalt als vielmehr um die Inhaltsstoffe. Werden vernünftige Mengen verzehrt, ist der Fettgehalt nebensächlich.

- Joghurt lässt sich mithilfe von Bakterienkulturen schnell und einfach selbst herstellen. Durch diesen Prozess wird der Milch die Laktose entzogen und es entsteht ein fast laktosefreies Produkt.

- Beim Käse ist die Reifezeit wichtiger als der Fettgehalt. Käse, der mehr als ein halbes Jahr oder länger gelagert ist, enthält von Haus aus keine Laktose mehr.

**Wasser trinken**:

- Trinke möglichst Wasser ohne Kohlensäure.

- Vermeide zuckerhaltige Getränke.

- Kaffee und Tee dürfen ebenfalls in Maßen konsumiert werden.

Wusstest du…

Das Wasser sowohl positive wie negative Informationen speichert? Du kannst dir diesen Effekt nutzbar machen, indem du einen Zettel mit einem positiven Wort (zum Beispiel “Gesundheit“) unter deine gefüllte Wasserkaraffe legst.

**Kräuter und Gewürze verwenden**:

- Ersetze Salz durch frische oder getrocknete Kräuter und Gewürze, um deinem Essen einen guten Geschmack zu verleihen und zusätzliche Nährstoffe zu erhalten.

**Gemeinsames Essen und Genuss**:

- Nimm dir Zeit zum Essen.

- Kaue jeden Bissen langsam und gründlich. So erleichterst du den Verdauungsvorgang erheblich und bist schneller satt.

- Genieße deine Mahlzeiten in der Gesellschaft von Familie und Freunden.

Das fördert nicht nur die Gesundheit, sondern auch dein Wohlbefinden. Durch diese kleinen Anpassungen lässt sich die Mittelmeerdiät auf einfache Weise in deinen Alltag integrieren und du kannst von ihren gesundheitlichen Vorteilen profitieren.

**Studien zum Thema**:

- Mediterraner Ernährung und eine höhere Überlebensrate nach Krebsdiagnose: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2666087324002084?via%3Dihub

- Reduktion der Sterblichkeit bei Frauen:https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2819335

- eine positive Korrelation zwischen der Mittelmeer-Diät und einer verringerten Prävalenz von Autoimmunerkrankungen: https://www.frontiersin.org/journals/immunology/articles/10.3389/fimmu.2022.1089987/full

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10. Jul. 2024 um 09:40 Uhr

Leber & Darm: Eine innige Beziehung!

Eine achtsame Beziehung zu den bakteriellen Bewohnern unseres Darms hilft uns, gesund zu bleiben. Was dabei noch wenig bekannt ist: Ein Darmmikrobiom in Balance befördert nicht nur unser Wohlbefinden, es kann uns auch vor einer immer häufiger auftretenden Lebererkrankung schützen, der nichtalkoholischen Fettleber. Es gibt nämlich eine intensive Beziehung zwischen Leber und Darm, die sich ganz früh im Mutterleib entwickelt – der Beginn einer lebenslangen Verflechtung, die wir bewusst für unsere Gesunderhaltung nutzen können.

Fettleber – das trifft doch nur Alkoholiker, oder?

Nicht unbedingt, denn unser westlicher Lebensstil leistet uns hier einen wenig erfreulichen Dienst – wenig Bewegung, viele verarbeitete und zuckerreiche Lebensmittel sowie Übergewicht können der Leber stark zusetzen. Im Moment leiden etwa 30 Prozent der Erwachsenen weltweit bereits an einer nichtalkoholischen Fettleber, die seit 2023 in der Medizin mit der Diagnose MASLD (Metabolic Dysfunction-Associated Steatotic Liver Disease) bezeichnet wird. In Deutschland ist jeder vierte Erwachsene davon betroffen, und bereits jedes dritte übergewichtige Kind. Die Zahl der Betroffenen nimmt tendenziell weltweit zu.

Die Leber bleibt dabei zunächst stumm. So wissen viele Menschen nichts von ihrer Fettleber, da die Leber keine Nervenzellen besitzt und auch die normalen Leber-Blutwerte kein Garant für eine fettfreie Leber sind. Oft wird eine Fettleber zufällig bei einem Bauch-Ultraschall entdeckt. Ein deutlicherer Hinweis auf eine Erkrankung der Leber ist der Fettleber-Index (FLI), der im Internet berechnet werden kann. Dazu benötigt man den Taillenumfang, Body-Mass-Index sowie die Blutwerte der Triglyceride und des Leberenzyms Gamma-GT. Ein FLI unter 30 ist unbedenklich, aber bei einem FLI über 60 sollte man die Leber einmal gründlich untersuchen lassen. Ein aufgehelltes Ultraschallbild der Leber bestätigt die Diagnose nahezu sicher.

Eine Fettleber betrifft dabei nicht nur Übergewichtige. „Wenn wir bei schlanken Menschen eine Fettleber entdecken, sehen wir oft ein ungünstiges metabolisches Profil wie erhöhten Bauchumfang oder Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck“, erklärt Prof. Dr. Münevver Demir von der Charité Berlin.

Auch Medikamente wie Kortison oder Amiodaron erhöhen das Fettleber-Risiko. Von einer Fettleber spricht man, wenn mehr als 5 Prozent der Leberzellen verfettet sind. Das klingt harmlos, ist es aber nicht, denn die verfetteten Leberzellen können ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen.

Bei etwa einem Viertel aller Betroffenen entwickelt sich eine Leberentzündung, die zu Leberfibrose, Zirrhose und schließlich auch Leberkrebs führen kann. Hierbei spielt das Darmmikrobiom eine entscheidende Rolle in der Entwicklung und dem Fortschreiten dieser Erkrankung.

Undichte Darmwand (Leaky Gut Syndrom) = kranke Leber?

„Der Darm hat die größte Kontaktfläche zur Außenwelt“, erläutert Dr. Stefan Rohrer, Internist und Gastroenterologe. „Eine intakte Darmbarriere ist zentral. Sie besteht aus dem Mikrobiom, der Schleimschicht mit Schleimhautantikörpern und den Darmepithelzellen. Im Dünndarm befinden sich zudem etwa drei Viertel unseres Immunsystems.“ Eine gesunde Darmwand schützt, indem sie die mikrobiellen Bewohner dort hält, wo sie hingehören. Gelangen sie an andere Stellen, wie die Leber, können sie erheblichen Schaden anrichten. Der Zusammenhang zwischen Darm und Leber beginnt bereits im Mutterleib, wenn sich die Leber als Ausstülpung bestimmter Darmabschnitte bildet. Das Blut aus dem gesamten Magen-Darm-Trakt fließt über die Pfortader zur Leber, wo es in die feinen Leber­sinusoide gelangt. Diese Gefäße sind durchlässig für Nährstoffe, Hormone, Mineralien und Eiweiße und enthalten Kupffer-Zellen, eine spezielle Form der Makrophagen. Diese Zellen, die ca. 80 Prozent der Fresszellen im Körper ausmachen, erkennen dank ihrer spezifischen Rezeptoren selbst kleinste Bestandteile von Darmmikroben (MAMPs, microbiota associated molecular patterns). Gelangen selbst kleinste Bakterienfragmente in die feinen Lebergefäße, werden die Kupffer-Zellen aktiviert und setzen entzündungsfördernde Botenstoffe frei. Diese Botenstoffe initiieren Wundheilungsprozesse, schädigen jedoch die Leber, wenn sie ihr langfristig ausgesetzt ist.

Die chronischen, oft unbemerkten Entzündungen (Silent Inflammation) verwandeln funktionsfähige Leberzellen allmählich in nutzlose Bindegewebszellen, was zu Vernarbungen führt. Dieser Prozess verursacht keine Schmerzen. Er führt lediglich häufig zu Müdigkeit und Druck im Oberbauch. Dies kann auf eine erhöhte Entzündungsaktivität in der Leber hinweisen.

Es wird angenommen, dass eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand, auch Darmpermeabilität genannt, eine Fettlebererkrankung begünstigen kann. „Es ist unklar, was Henne und was Ei ist“, erklärt Leberexpertin Prof. Münevver Demir. „Eines bedingt das andere, aber wir wissen nicht, was zuerst kommt. Hat ein ungesunder Lebensstil die Mikrobiota verändert, was die Darmwand durchlässiger gemacht hat, wodurch Bakterien und Entzündungsmediatoren in die Leber gelangten und dort Entzündungen verursachten? Oder gab es ein Problem in der Leber, das sich auf den Darm ausgewirkt hat?“

Fakt ist, das wir selbst eine Menge tun können , um unsere Leber gesund zu erhalten:

**Gesunde Ernährung**:

- Vermeide hochverarbeitete, zuckerreiche und fettige Lebensmittel.

- Integriere reichlich Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und gesunde Fette (z.B. aus Nüssen, hochwertigen Pflanzenölen und Fisch) in deine Ernährung.

- Achte auf eine ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen, die die Darmgesundheit fördern.

**Regelmäßige Bewegung**:

- Sei regelmäßig körperlich aktiv. Dazu gehören beispielsweise Spaziergänge, Joggen, Schwimmen oder Radfahren.

- Strebe mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive körperliche Aktivität pro Woche an. Das sind pro Tag gerade einmal 10-20 Minuten!

**Gewichtskontrolle**:

- Halte ein gesundes Körpergewicht, um die Belastung der Leber zu reduzieren.

- Bei Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme die Lebergesundheit deutlich verbessern.

**Alkoholkonsum reduzieren**:

- Trinke Alkohol nur in Maßen oder verzichte am besten ganz darauf.

- Für Frauen wird empfohlen, nicht mehr als ein alkoholisches Getränk pro Tag zu konsumieren, und für Männer nicht mehr als zwei.

**Meide Medikamente und Toxine**:

- Nimm Medikamente nur nach ärztlicher Anweisung und über begrenzte Zeiträume ein. Vermeide den übermäßigen Gebrauch von frei verkäuflichen Schmerzmitteln.

- Schütze dich vor Toxinen in deiner Umgebung, beispielsweise durch den Gebrauch von Schutzkleidung und die Vermeidung von Schadstoffen.⊸bsp;

**Stressbewältigung**:

- Praktiziere Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Atemübungen, um Stress und negative Gefühle abzubauen, die sich negativ auf deine Leber auswirken können.

Durch eine gute Kombination dieser Maßnahmen leistest du selbst einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung deiner Leber.

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09. Jul. 2024 um 10:50 Uhr

Warum ist Bitteres gesund und unserem Körper guttut

Mal ehrlich: Zu Beginn ist es sicher keine Liebe auf den ersten Blick. Bitter im Geschmack lässt viele von uns zunächst das Gesicht verziehen. Doch gezielt eingesetzte bittere Pflanzenstoffe sind für unseren Körper von großem Vorteil.Bitterstoffe sind Substanzen, die Pflanzen einen bitteren Geschmack verleihen. Viele Pflanzengifte haben einen bitteren Geschmack und so können sie sich vor ihren natürlichen Fressfeinden, wie Raupen oder Schnecken, schützen. Andere Tiere, wie Schafe, fressen instinktiv bestimmte bittere Kräuter, wenn sie sich unwohl fühlen. Bereits Hildegard von Bingen oder Paracelsus wussten, dass es auch für uns bei verschiedenen Gesundheitsproblemen ein passendes bitteres Kraut gewachsen ist.Unter all den Geschmacksrichtungen ist bitter eindeutig die Anspruchsvollste. Sie stellt unsere Geschmacksknospen vor eine recht unangenehme Herausforderung. Während der menschliche Körper nur drei Rezeptoren für die Geschmacksrichtungen umami (japanisch für angenehm/würzig) und süß besitzt, sind bei der Wahrnehmung von bitter über 20 verschiedene Rezeptoren beteiligt. Das erzeugt ein sehr komplexes und obendrein noch unangenehmes Geschmacksbild. Bitter ist einfach unverwechselbar und nicht jeder mag diese Form der Geschmacksexplosion. Zudem geht es uns mit unseren uralten Instikten wie den Tieren: Bitter wird Instinkt mit etwas nicht Genießbarem oder gar Schädlichem wahrgenommen. Bitter schmeckt uns aus diesem Grund einfach nicht. Doch das persönliche Geschmacksempfinden ändert sich meist im Laufe des Lebens und es lässt sich eine gewisse Vorliebe für Bitteres durch den regelmäßigen Verzehr entwickeln.Heutzutage bekommt unser Gaumen nur selten die Chance, Bitterstoffe in ihrer vollen Wirkung zu erleben. Die moderne Lebensmittelindustrie betrachtet sie als sensorischen Störfaktor und so wurden sie aus vielen Gemüsesorten herausgezüchtet, um sie schmackhafter zu machen. Leider haben so viele Kräuter und Gemüse den ihnen eigenen bitteren Geschmack und die damit für uns verbundenen Gesundheitsvorteile verloren.Die beeindruckenden Wirkungen von Bitterstoffen sind bereits seit Jahrhunderten bekannt. Heute nutzt man Bitterstoffe vor allem wegen ihrer appetitanregenden und verdauungsfördernden Eigenschaften. Neuere Forschungsergebnisse zeigen uns, dass sie weit mehr zu bieten haben, wie die Entdeckung und Beschreibung verschiedener Bitterstoffrezeptoren an unterschiedlichen Stellen im Körper. So eröffnen sich neue Anwendungsbereiche, wie beispielsweise die Pflege beanspruchter Haut oder die Unterstützung von Abwehrprozessen in den Atemwegen.Bitterstoffe sind ausgezeichnete Verdauungshelfer. Sobald unsere Zunge den bitteren Geschmack erkennt, starten die Verdauungsorgane ihr „Warm-up“. Neurale und hormonelle Prozesse steigern die Produktion von Magensaft, Gallenflüssigkeit und Bauchspeicheldrüsensekret, fördern die Verdauung von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten und regen die Darmaktivität, Durchblutung und Nährstoffaufnahme sowie den Leberstoffwechsel an. Besonders bei Appetitlosigkeit wecken Bitterstoffe durch ihre verdauungsanregende Wirkung den Hunger.Bitterstoffe sind effektive Figurschmeichler, da sie Heißhungerattacken unterdrücken. Wenn wir Bitterstoffe zu uns nehmen, sind unsere Geschmacksrezeptoren evolutionsbedingt in Alarmbereitschaft, denn viele giftige Pflanzen schmecken bitter. Das führt bei Aufnahme bitterer Substanzen zur Ausschüttung des Hormons Cholecystokinin, was wiederum als natürliche Essbremse wirkt. Zugegeben, die Lust auf Süßigkeiten oder Junkfood durch Rucola oder Grapefruit zu ersetzen, ist sehr gewöhnungsbedürftig und benötigt den Willen nach Veränderung. Doch es hilft, den Heißhunger erfolgreich zu bekämpfen.Neue Studien zeigen auf, dass Bitterstoffe unseren Stoffwechsel auf eine Weise beeinflussen, die uns beim Abnehmen unters kann. Hierzu zählen zum Beispiel ihre Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und die Erhöhung des Energieverbrauchs.Bitterstoffe sind für unsere Leber viel mehr als eine „bittere Pille“. Diese wertvollen Pflanzenstoffe unterstützen die Funktion der Leber und ihrer Helferin, der Galle. Dadurch wird die Fettverdauung und die Ausscheidung von Giftstoffen verbessert und der Abtransport von Stoffwechselabfällen gefördert. Bestimmte Bitterstoffe, wie sie in der Mariendistel und Artischocke enthalten sind, schützen die Leber zudem vor schädlichen Einflüssen und unterstützen selbst bei bereits vorhandenen Organschäden ihre Regeneration.Damit Bitterstoffe ihren gewünschten Effekt entfalten können, ist ein gutes Timing entscheidend. Bereits während einer Heißhungerattacke regulieren sie den Appetit und vermindern so die Lust auf Süßes und Junkfood. Vor einer Mahlzeit gegessen wirken sie appetitanregend und bereiten den Verdauungstrakt auf seine bevorstehende Arbeit vor. Nach dem Essen lindern sie Bauchschmerzen, Blähungen und Völlegefühl.Trotz ihrer vielen gesundheitlichen Vorteile werden Bitterstoffe nie jedermanns Sache sein. In diesen Fall kann man zum Beispiel auf gute Nahrungsergänzungsmitteln aus reinen getrockneten Pflanzenbestandteilen zurückgreifen, die problemlos dem Frühstücksmüsli, Smoothie oder Salat etc. beigegeben werden können.#WarumIstBitteresGesund#Bitterstoffe#GesundheitlicheVorteile#Appetitanregung#Verdauungsförderung#GesundeErnährung#Naturheilkunde#Pflanzenstoffe#Lebergesundheit#Heißhungerattacken#Stoffwechsel#Abnehmen#Mariendistel#Artischocke#Gesundheitsbewusstsein#PraxisInesPrasch

03. Jul. 2024 um 09:09 Uhr

Ysop

Ysop, auch als Bienen- oder Eisenkraut bekannt, wurde bereits im 12. Jahrhundert von Hildegard von Bingen als Heilpflanze geschätzt. Ysop bevorzugt kalkhaltige Böden und sonnige Standorte und gedeiht gut im Kräuterbeet oder auf dem Balkon. Seine Blüten sind milder im Geschmack als die Blätter und Triebspitzen. Ysop passt gut zu intensiven Fleisch- und Fischgerichten, Suppen, Eintopfen, Salaten sowie zu Obstzubereitungen und Desserts wie Kompott oder Fruchtsalat. Hier ein Rezept für eine #alkoholfreie #Sommerbowle mit Ysop: 500 g Erdbeeren 3 Stängel Ysop (gern mit Blüten) 50 g Zucker 2 Flaschen weißen Traubensaft (eisgekühlt, à 0,7 l) 1 Flasche Wasser mit Kohlensäure (gut gekühlt, 0,7 l) Zubereitung: #Erdbeeren abspülen, trocken tupfen, putzen und in Stücke schneiden. Ysop abspülen und einige Blättchen leicht anschneiden, um das Aroma freizusetzen. Erdbeeren, Ysop, Zucker und 500 ml Weißwein vermischen und 1 bis 2 Stunden ziehen lassen. Ysop entfernen, die Bowle mit dem restlichen Wein und Prosecco auffüllen. Lass es dir schmecken! Gern beantworte ich auch deine Fragen via Telefon oder eMail. Die Kontaktdaten findest du hier auf meiner Website. #Ysop #Bienenkraut #Eisenkraut #Heilpflanze #HildegardvonBingen #Kräuterbeet #Balkongarten #Kräuterküche #Gartenliebe #Sommerbowle #Rezeptideen #Kräuterwissen #KochenmitKräutern #Naturheilmittel #KulinarischeKräuter #GesundEssen #PraxisInesPrasch

23. Jun. 2024 um 06:26 Uhr

Spazierengehen reduziert Schmerzen

Rund 800 Millionen Menschen weltweit leiden unter wiederkehrenden Schmerzen im unteren Rücken. Bist du auch betroffen? Dann versuche es mit Spaziergängen! Gehen hilft gegen Rückenschmerzen, wie eine australische Studie zeigt, die im Fachjournal The Lancet veröffentlicht wurde. Ein Forscherteam der Macquarie University in Sydney untersuchte 701 unsportliche Erwachsene mit unspezifischen Schmerzen im unteren Rücken. Die Hälfte der Teilnehmer erhielt ein Spaziergeh-Programm, während die Kontrollgruppe keine speziellen Anweisungen bekam. Das Bewegungsprogramm sah vor, an fünf Tagen pro Woche mindestens 30 Minuten zu gehen. Physiotherapeuten betreuten die Teilnehmer und passten das Laufprogramm individuell an. Ergebnis: Menschen, die fünf Tage pro Woche 30 Minuten gehen, bleiben doppelt so lange schmerzfrei wie jene, die sich zu wenig bewegen. Hier der Link zur Studie: https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(24)00755-4/fulltext #Rückenschmerzen #Gesundheit #Schmerzfrei #Spaziergang #Bewegung #Studie #MacquarieUniversity #TheLancet #Physiotherapie #GesundesLeben #Rückenfitness #Prävention #Wellness #FitBleiben #Gesundheitstipps #PraxisInesPrasch
20. Jun. 2024 um 15:07 Uhr

MIT SICH SELBST IM KAMPF:

silent inflammationViele von uns haben Zugang zu einer exzellenten Gesundheitsversorgun und wissen viel darüber, wie sie ihren Körper gesund und fit halten können. Dennoch sind typische Volkskrankheiten weiter auf dem Vormarsch. In diesem Artikel zeige ich dir, was du über Entzündungen im eigenen Körper wissen solltest.Doch warum nehmen Darmerkrankungen, Alzheimer, Diabetes, Allergien, Schlaganfälle und Herzinfarkte zu? Die meisten dieser Erkrankungen gab es vor wenigen Jahrzehnten noch nicht oder nur in einem geringen Umfang. Einige von ihnen wurden mit gutem Grund als „Wohlstandskrankheiten“ bezeichnet. Erschreckenderweise hat sich die Zahl der sogenannten Zivilisations- bzw. Wohlstandskrankheiten seit Beginn der 1980-er Jahre verdreifacht. Auch die gefürchtete Krebsdiagnose trifft immer mehr Menschen. Einer der Gründe für diesen Anstieg sind Silent inflammations. Doch auch gegen stille Entzündungen im Körper lässt sich etwas tun.WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN EINER AKUTEN UND EINER CHRONISCHEN ENTZÜNDUNG?Entzündungen sind nicht generell schlecht. Bei akuten Entzündungen handelt es sich in der Regel um eine gesunde Abwehrreaktion des Körpers, bei der er schädliche Bakterien oder Viren bekämpft. Sie zeigen sich durch die typischen Entzündungszeichen: Erwärmung, Rötung und Schwellung des betroffenen Gewebes und klingen meist innerhalb weniger Tage von selbst ab.Im Gegensatz dazu entwickeln sich stille Entzündungen oft langsam und unbemerkt im Körper. Aus ihnen können sich chronischen Zustände entwickeln. zunächst sind die Symptome unspezifisch und reichen von Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, ständiger Erschöpfung, Infektanfälligkeit bis hin zu chronischer Müdigkeit mit den damit verbundenen Schlafstörungen.DER EIGENE KÖRPER KÄMPFT UMS GLEICHGEWICHTUnsere Gesundheit wird maßgeblich von drei Faktoren beeinflusst: gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung und unsere mentale Verfassung. Wenn wir unseren Körper vernachlässigen und uns vom Alltagsstress überrollen lassen, geraten wir in ein Ungleichgewicht, das Entzündungen begünstigen kann. Das Stresshormon Cortisol spielt dabei eine entscheidende Rolle. Das in der Nebenniere produzierte Hormon regelt u.a. unseren Fettstoffwechsel und den Schlaf. Kommt davon allerdings über eine längere Zeit zuviel in den Körperkreislauf, wird‘s im täglichen Leben schnell anstrengend und ermüdend.ZIEH DER STILLEN ENTZÜNDUNG DIE MASKE VOM GESICHT – WAS DU SELBST TUN KANNSTDein Körper ist ständig in Alarmbereitschaft?Das kann dazu führen, dass sich zunächst unbemerkt kleine Entzündungen auf deine Organe und Gelenke ausbreiten können. Diese wiederum führen über kurz oder lang zu Autoimmunerkrankungen. Um dies zu verhindern, solltest du eine eine entzündungshemmende Ernährung einhalten, Zucker und Alkohol weitgehend meiden, eine gute Mundhygiene praktizieren und deinen Darm neben einer Heilfastenkurs mit probiotischen Ballaststoffen sanieren. Auch Vitamin C und Kurkuma sind hilfreich. Stressreduktion, viel Bewegung in der Natur und ausreichender Schlaf leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Vermeiden bzw. Beseitigen stiller Entzündungen.FASTEN UND ENTGIFTEN FÜR DEINEN GESUNDEN KÖRPERFastenkuren können einen effektiven Beitrag leisten, um Entzündungen im Körper nachhaltig zu behandeln. Sie entlasten und entgiften den Körper auf einfache und effiziente Weise. Durch den gezielten Nahrungsverzicht können wichtige Zellreinigungsprozesse stattfinden. Infolgedessen sinken die Entzündungswerte im Körper. Zudem findet auch eine seelische Reinigung statt, denn durch das Fasten wird neben dem physischen auch alter psychischer Ballast losgelassen, was zu einem insgesamt besseren Wohlbefinden führt.SILENT INFLAMMATION – STILLE ௡ᖃmp; UNTERSCHÄTZTE GEFAHRStändige Erschöpfung, Müdigkeit, ⊸bsp;Kopfweh und häufige Infekte können bereits Anzeichen für stille Entzündungen sein. Es ist wichtig, auf die Warnsignale des eigenen Körpers zu achten und professionellen Rat in Anspruch zu nehmen, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden. Deine Gesundheit und dein Wohlbefinden werden es dir danken.

18. Jun. 2024 um 11:44 Uhr