Gesundheit ist Herzenssache.

Erkenne Deine Möglichkeiten und

integriere sie in Dein Leben.

    

Ich bin deine Gesundheitsdetektivin

Die Natur macht uns den Weg frei in unsere Selbstheilung.

Voraussetzung hierfür ist eine gründliche Ermittlungsarbeit. Eine Spurensuche, bei der die wahren Ursachen einer Erkrankung aufgespürt und die entlarvten Störfaktoren auf natürlichem Wege wieder beseitigt werden.

Jeder Erkrankung liegt in der Regel eine seelische Ursache bzw. ein Konflikt zugrunde. Diese gilt es zu finden und aufzulösen, damit die Selbstheilungsprozesse beginnen können.

Das Ziel eines jeden Körpersystems ist immer die Kohärenz: eine Ordnung, die im natürlichen Gleichgewicht ist.

Detektivarbeit eben –

aber eine, die sich wirklich lohnt.

    

Mein Blog

Die Biologie der Inneren Balance

Wie mediterrane Ernährung und Scheinfasten unsere psychische Gesundheit beeinflussen

Psychisches Wohlbefinden ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis komplexer Wechselwirkungen zwischen Umwelt, Stoffwechsel und sozialen Erfahrungen. Moderne Neurowissenschaft und Ernährungsmedizin zeigen zunehmend, dass scheinbar einfache Faktoren – Licht, zwischenmenschliche Nähe und Essverhalten – tief in unsere biologischen Regulationssysteme eingreifen.

Natürliches Licht und zirkadiane Stabilität

Natürliches Tageslicht wirkt direkt auf unseren suprachiasmatischen Nukleus – das zentrale Taktzentrum unseres zirkadianen Systems. Eine systematische Übersichtsarbeit zur Lichttherapie belegt, dass helle Lichtexposition signifikante antidepressive Effekte zeigt, sowohl bei saisonaler als auch nicht-saisonaler Depression¹. Mechanistisch werden eine Stabilisierung der Melatoninsekretion sowie serotonerge Effekte diskutiert. Regelmäßige Lichtexposition am Morgen scheint dabei besonders wirksam zu sein.

Soziale Bindung, Oxytocin und Stressregulation

Zwischenmenschliche Nähe aktiviert messbar neuroendokrine Prozesse. Oxytocin, häufig als „Bindungshormon“ bezeichnet, moduliert Angst- und Stressreaktionen. Eine umfassende Übersichtsarbeit beschreibt Oxytocin als wichtigen Mediator sozialer Bindung und Stressreduktion². Parallel dazu zeigen Studien zur Mensch-Tier-Interaktion, dass der Kontakt mit Haustieren den Cortisolspiegel senken und parasympathische Aktivität erhöhen kann³. Diese Befunde erklären, warum eine Umarmung oder das Streicheln eines Tieres subjektiv beruhigend wirkt – das autonome Nervensystem wechselt in einen regulierenden Modus.

Mediterrane Ernährung und Depression

In den letzten Jahren hat sich das Forschungsfeld der „Nutritional Psychiatry“ etabliert. Besonders gut untersucht ist die mediterrane Ernährung, reich an Gemüse, Olivenöl, Nüssen, Vollkornprodukten und Fisch. Die randomisiert kontrollierte SMILES-Studie zeigte, dass eine strukturierte Ernährungsintervention im mediterranen Stil depressive Symptome signifikant stärker reduzierte als eine soziale Kontrollintervention⁴.

Eine Metaanalyse prospektiver Studien bestätigte zudem, dass eine hohe Adhärenz zur mediterranen Ernährung mit einem geringeren Depressionsrisiko assoziiert ist⁵. Als Wirkmechanismen werden entzündungshemmende Effekte, eine verbesserte Darmmikrobiom-Diversität sowie eine stabilere Blutzuckerregulation diskutiert.

Fasten, metabolische Flexibilität und Zellgesundheit

Neben der Lebensmittelauswahl gewinnt auch das Essmuster an Bedeutung. Intervallfasten und periodische Kalorienrestriktion aktivieren metabolische Anpassungsmechanismen wie Ketogenese und Autophagie. Autophagie – ein zellulärer Recyclingprozess – wird als zentraler Mechanismus für Zellschutz und Langlebigkeit betrachtet⁶.

Tier- und Humanstudien weisen darauf hin, dass intermittierendes Fasten Entzündungsmarker senken, Insulinsensitivität verbessern und neuroprotektive Prozesse fördern kann⁷. Erste klinische Hinweise deuten zudem auf positive Effekte auf Stimmung und kognitive Klarheit hin, wobei hier weitere Forschung erforderlich ist.

Scheinfasten (Fasting Mimicking Diet)

Ein strukturierter Ansatz ist die sogenannte Fasting Mimicking Diet (FMD), entwickelt unter anderem von Valter Longo. Dabei handelt es sich um eine mehrtägige, pflanzenbasierte, stark kalorien- und proteinreduzierte Ernährungsform, die metabolische Effekte des Wasserfastens nachahmt.

In einer randomisierten Studie zeigte die FMD signifikante Verbesserungen bei kardiometabolischen Risikofaktoren wie IGF-1, Blutdruck und Entzündungsparametern⁸. Weitere Untersuchungen deuten auf potenziell positive Effekte auf Immunmodulation und Alterungsprozesse hin⁹. Die metabolische Umstellung – insbesondere reduzierte IGF-1-Signalwege und gesteigerte Ketonkörperproduktion – wird als möglicher neurobiologischer Wirkmechanismus diskutiert.

Ganzheitliche Perspektive

Licht, soziale Sicherheit und metabolische Regulation wirken nicht isoliert. Sie beeinflussen gemeinsam das autonome Nervensystem, Entzündungsprozesse und neurochemische Signalwege. Besonders chronischer Stress geht häufig mit niedriggradigen Entzündungen und metabolischer Dysregulation einher – Faktoren, die wiederum depressive Symptome begünstigen können.

Gleichzeitig ist eine differenzierte Betrachtung wichtig: Fastenformen sind nicht für jede Person geeignet und sollten bei Vorerkrankungen oder Essstörungen ärztlich begleitet werden. Wissenschaftlich fundierte Prävention bedeutet Individualisierung statt Ideologie.

Psychische Stabilität entsteht somit nicht allein durch mentale Strategien, sondern durch die bewusste Pflege biologischer Grundlagen. Kleine, konsistente Interventionen – regelmäßiges Tageslicht, tragfähige Beziehungen, mediterrane Ernährung und gegebenenfalls strukturiertes Fasten – können messbare Effekte auf neuronale und metabolische Prozesse haben.

Quellen

Golden RN et al. The efficacy of light therapy in the treatment of mood disorders: A review and meta-analysis. Am J Psychiatry. 2005;162(4):656–662.Heinrichs M, von Dawans B, Domes G. Oxytocin, vasopressin, and human social behavior. Front Neuroendocrinol. 2009;30(4):548–557.Beetz A et al. Psychosocial and psychophysiological effects of human–animal interactions: The possible role of oxytocin. Front Psychol. 2012;3:234.Jacka FN et al. A randomised controlled trial of dietary improvement for adults with major depression (SMILES). BMC Medicine. 2017;15:23.Lassale C et al. Healthy dietary indices and risk of depressive outcomes: A meta-analysis of observational studies. Mol Psychiatry. 2019;24:965–986.Levine B, Kroemer G. Autophagy in the pathogenesis of disease. Cell. 2008;132(1):27–42.Mattson MP et al. Impact of intermittent fasting on health and disease processes. N Engl J Med. 2019;381:2541–2551.Wei M et al. Fasting-mimicking diet and markers/risk factors for aging, diabetes, cancer, and cardiovascular disease. Sci Transl Med. 2017;9(377):eaai8700.Brandhorst S et al. A periodic diet that mimics fasting promotes multi-system regeneration. Cell Metabolism. 2015;22(1):86–99.

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20. Feb. 2026, 08:27 Uhr

Wenn dem Körper etwas fehlt

Symptome richtig einordnen

Viele körperliche Beschwerden entstehen schleichend und sind häufig Ausdruck eines Ungleichgewichts in der Nährstoffversorgung oder im Energiestoffwechsel. Der Körper kompensiert solche Defizite oft über lange Zeit, bevor sie in Laborwerten sichtbar werden. Dieser Beitrag erläutert typische Körpersignale, erklärt ihre möglichen ernährungsphysiologischen Hintergründe und ordnet den Ansatz des mediterranen Scheinfastens evidenzbasiert ein. Die Inhalte dienen der Information und ersetzen keine medizinische Diagnostik.

Körpersignale und ihre ernährungsphysiologischen Hintergründe

Angespanntheit oder innere Unruhe – Magnesium

Magnesium ist an der Regulation der neuronalen Erregbarkeit beteiligt und wirkt als Cofaktor zahlreicher Enzyme im Nervensystem. Studien zeigen, dass eine unzureichende Magnesiumzufuhr mit erhöhter Stressreaktivität und muskulärer Spannung assoziiert ist [1].

Blähungen und Völlegefühl – Ballaststoffmangel

Ballaststoffe fördern die Darmmotilität und dienen der Darmmikrobiota als Substrat. Eine geringe Zufuhr kann zu vermehrter Gasbildung und Verdauungsbeschwerden führen [2].

Brüchige Nägel – Biotin

Biotin ist essenziell für die Keratinbildung. Ein Mangel kann sich in brüchigen Nägeln und strukturellen Veränderungen zeigen [3].

Erschöpfung – Vitamin D

Vitamin D beeinflusst Immunfunktion, Muskelleistung und den Energiestoffwechsel. Niedrige Serumspiegel werden in Studien mit Müdigkeit und reduzierter Leistungsfähigkeit in Verbindung gebracht [4].

Frieren – Eisen

Eisen ist notwendig für den Sauerstofftransport im Blut. Bei eingeschränkter Versorgung sinkt die Sauerstoffverfügbarkeit im Gewebe, was die Wärmeproduktion reduziert [5].

Häufige Infekte – Zink und Vitamin D

Zink ist zentral für die Funktion von Immunzellen, Vitamin D moduliert entzündliche Prozesse. Beide Nährstoffe stehen in Zusammenhang mit der Infektanfälligkeit [4,6].

Haarausdünnung – Eisen- oder Proteinmangel

Haarfollikel reagieren sensibel auf eine reduzierte Nährstoff- und Sauerstoffzufuhr. Eisen- und Proteinmangel können den Übergang in die Ruhephase der Haarfollikel beschleunigen [5,7].

Heißhunger auf Süßes – instabiler Blutzucker

Mahlzeiten mit geringer Protein- und Fettmenge führen zu raschen Blutzuckerschwankungen, die Heißhunger begünstigen können [8].

Konzentrationsschwierigkeiten – Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteil neuronaler Zellmembranen. Studien zeigen Zusammenhänge zwischen Omega-3-Status, Entzündungsregulation und kognitiver Leistungsfähigkeit [4,9].

Kopfschmerzen – Flüssigkeitsmangel

Bereits milde Dehydrierung kann das Blutvolumen reduzieren und die zerebrale Durchblutung beeinträchtigen [10].

Muskelkrämpfe – Magnesium oder Kalium

Magnesium unterstützt die Muskelrelaxation, Kalium reguliert die neuromuskuläre Erregbarkeit. Ein Mangel an einem oder beiden Mineralstoffen erhöht die Krampfneigung [1,11].

Schwindel – zu geringe Energiezufuhr

Eine unzureichende Kalorienzufuhr kann die Regulation von Blutzucker und Blutdruck beeinträchtigen [12].

Trockene Haut – Mangel an ungesättigten Fettsäuren

Ungesättigte Fettsäuren stabilisieren die Hautbarriere. Eine Unterversorgung erhöht den transepidermalen Wasserverlust [13].

Träger Stoffwechsel – Proteinmangel

Proteine liefern Aminosäuren für Enzyme und Hormone. Eine geringe Proteinzufuhr kann metabolische Prozesse verlangsamen [7].

Vermehrte Entzündungsneigung – Omega-3-Mangel

Ein ungünstiges Omega-6-/Omega-3-Verhältnis wird mit proinflammatorischen Stoffwechselprozessen in Verbindung gebracht [9].

Zittern oder Leistungsabfall zwischen Mahlzeiten – unausgewogene Mahlzeiten

Fehlen Protein und Fett, kommt es zu raschen Blutzuckeranstiegen mit anschließendem Abfall [8].

Allgemeine Schwäche – multiple Nährstoffdefizite

In der Praxis liegen häufig kombinierte, subklinische Defizite vor, deren Effekte sich gegenseitig verstärken [6].

Mediterranes Scheinfasten: wissenschaftliche Einordnung

Das mediterrane Scheinfasten („Fasting Mimicking Diet“, FMD) kombiniert eine zeitlich begrenzte Kalorienrestriktion mit hoher Mikronährstoffdichte. Studien zeigen, dass wiederholte FMD-Zyklen metabolische Marker, Insulinsensitivität und Entzündungsparameter positiv beeinflussen können [14,15]. Als zugrunde liegende Mechanismen gelten unter anderem Autophagie und verbesserte Stoffwechselregulation [16].

Körpersignale sind frühe Hinweise auf funktionelle Ungleichgewichte. Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung kann wesentlich zur Prävention und Regulation beitragen. Mediterranes Scheinfasten stellt einen vielversprechenden Ansatz dar, sollte jedoch individuell angepasst und fachlich begleitet werden.

Hinweis: Nährstoffdefizite sollten bei Verdacht diagnostisch beim Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt werden.

Literatur / Quellen:

1.Nielsen FH. Magnesium deficiency and increased stress response. J Nutr, 2010.

2.Slavin JL. Dietary fiber and digestive health. Nutrients, 2013.

3.Patel DP et al. Biotin deficiency and clinical manifestations.Skin Appendage Disord, 2017.

4.Manson JE et al. Vitamin D and omega-3 supplementation. N Engl J Med, 2019.

5.WHO. Iron deficiency anaemia: assessment, prevention, and control., 2001.

6.Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Nährstoffzufuhr in Deutschland., 2023.

7.Wolfe RR et al. Protein intake and metabolic health. Am J Clin Nutr, 2017.

8.Ludwig DS. The glycemic index and metabolic responses.JAMA, 2002.

9.Calder PC. Omega-3 fatty acids and inflammation. Br J Clin Pharmacol, 2013.

10.Ganio MS et al. Hydration and headache. J Am Coll Nutr, 2011.

11.El-Sayed MS et al. Electrolytes and muscle cramps. Sports Med, 2014.

12.Keys A et al.The biology of human starvation., 1950.

13.Boelsma E et al. Dietary fats and skin health. Am J Clin Nutr, 2001.

14.Longo VD et al. Fasting mimicking diet and metabolic markers. Sci Transl Med, 2015.

15.Mishra A et al. Mediterranean diet versus fasting mimicking diet. Nutrients, 2024.

16. Madeo F et al. Caloric restriction and autophagy. Cell Metabolism, 2019.

13. Feb. 2026, 08:27 Uhr

Hormonelle Balance ist kein Zustand – sondern ein Prozess

Viele Menschen suchen nach hormoneller Balance wie nach einem festen Ziel: erreicht oder nicht erreicht. Doch unser Hormonsystem funktioniert nicht statisch – es reagiert fortlaufend auf Schlaf, Stress, Ernährung, Bewegung und emotionale Belastungen.

Ein zentrales Hormon in diesem dynamischen Prozess ist Cortisol. Als Stresshormon hilft es dem Körper kurzfristig, leistungsfähig zu bleiben. Wird es jedoch dauerhaft ausgeschüttet, kann es Schlaf, Stoffwechsel, Gewicht und mentale Stabilität beeinflussen¹.

Wenn du dich angespannt fühlst, schlecht abschalten kannst oder trotz gesunder Routinen mit Erschöpfung oder Gewichtszunahme kämpfst, liegt die Ursache nicht selten in einer chronisch gestörten Stressregulation – und nicht in mangelnder Disziplin.

Cortisol – ein Hormon im ständigen Dialog mit deinem Alltag

Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet und ist Teil der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse). Es reguliert:

• den Blutzuckerspiegel

• Entzündungsprozesse

• den Schlaf-Wach-Rhythmus

• die Anpassung an Stressoren¹

Unter natürlichen Bedingungen folgt Cortisol einem Tagesrhythmus: morgens hoch, abends niedrig. Dauerstress, Schlafmangel, emotionale Belastung oder auch Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Zucker können diesen Rhythmus verschieben². Die Folge ist ein Körper, der selbst in Ruhephasen nicht mehr vollständig in den Erholungsmodus findet³.

Warum Cortisol den Prozess hormoneller Balance stören kann

Hormonelle Balance entsteht nicht durch das „Abschalten“ einzelner Hormone, sondern durch fein abgestimmte Wechselwirkungen. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel kann dieses Gleichgewicht auf mehreren Ebenen beeinträchtigen:

• Cortisol steigert den Appetit, insbesondere auf energiereiche Lebensmittel⁴

• es fördert die Speicherung von Fett, vor allem im Bauchraum⁵

• es kann Muskelabbau begünstigen und den Grundumsatz senken⁶

Studien zeigen, dass Menschen mit chronisch erhöhtem Cortisol über Monate hinweg signifikant mehr Gewicht zunehmen – unabhängig von Kalorienzufuhr oder Ausgangsgewicht⁴. Hormonelle Balance wird dadurch nicht verhindert, sondern verzögert, weil der Körper permanent auf Stressanpassung fokussiert bleibt.

Wenn Balance fehlt: Warum zu viel Cortisol langfristig belastet

Kurzfristig schützt Cortisol den Körper. Langfristig kann es jedoch zur Belastung werden. Chronisch erhöhte Werte stehen in Zusammenhang mit:

• Schlafstörungen und reduzierter Schlafqualität³

• verminderter Regenerationsfähigkeit und Erschöpfung⁷

• metabolischen Veränderungen wie Insulinresistenz⁵

Wichtig ist: Diese Effekte entstehen nicht plötzlich, sondern schleichend. Genau deshalb ist hormonelle Balance kein Zustand, den man „erreicht“, sondern ein Prozess, der gepflegt und immer wieder angepasst werden darf.

Drei Wege, den Prozess hormoneller Balance zu unterstützen

Ernährung – Stabilität statt Reizüberflutung

Regelmäßige Mahlzeiten mit ausreichend Eiweiß, gesunden Fetten und Ballaststoffen stabilisieren den Blutzucker und reduzieren stressbedingte Cortisolreaktionen². Der bewusste Umgang mit Zucker, Alkohol und spätem Koffeinkonsum entlastet zusätzlich die HPA-Achse.

Bewegung – Regulation statt Leistungsdruck

Moderate Bewegung wie Spazierengehen, Yoga oder leichtes Krafttraining wirkt regulierend auf das Stresssystem und senkt langfristig den Cortisolspiegel⁸. Entscheidend ist nicht Intensität, sondern Regelmäßigkeit und ausreichende Erholung.

Fasten – nur im Einklang mit dem Nervensystem

Intervallfasten kann metabolische Vorteile haben. Studien zeigen jedoch, dass zu lange oder sehr restriktive Fastenphasen Cortisol kurzfristig erhöhen können⁹. Fasten sollte daher als flexibles Werkzeug verstanden werden – nicht als zusätzlicher Stressfaktor.

Hormonelle Balance ist kein fixer Zustand, den man erreichen und abhaken kann. Sie ist ein dynamischer Prozess, der auf das reagiert, was wir täglich essen, denken, fühlen und tun.

Cortisol spielt dabei eine zentrale Rolle: nicht als Feind, sondern als Signalgeber. Wer lernt, dieses Signal zu verstehen und den Körper regelmäßig in Sicherheit und Erholung zu bringen, schafft die Grundlage für nachhaltige Balance – körperlich wie mental.

Quellen:

1. Sapolsky RM, Romero LM, Munck AU.

How do glucocorticoids influence stress responses? Integrating permissive, suppressive, stimulatory, and preparative actions.

Endocrine Reviews. 2000;21(1):55–89.

2. Thau L, Gandhi J, Sharma S.

Physiology, Cortisol.

StatPearls Publishing; 2023.

3. Meerlo P, Sgoifo A, Suchecki D.

Restricted and disrupted sleep: Effects on autonomic function, neuroendocrine stress systems and stress responsivity.

Sleep Medicine Reviews. 2008;12(3):197–210.

4. Chao AM, Jastreboff AM, White MA, et al.

Stress, cortisol, and other appetite-related hormones: Prospective prediction of 6-month changes in food cravings and weight.

Obesity. 2017;25(4):713–720.

5. Adam TC, Epel ES.

Stress, eating and the reward system.

Physiology & Behavior. 2007;91(4):449–458.

6. Hewagalamulage SD, Lee TK, Clarke IJ, Henry BA.

Stress, cortisol, and obesity: A role for cortisol responsiveness in identifying individuals prone to obesity.

Obesity Reviews. 2016;17(9):819–836.

7. McEwen BS.

Protective and damaging effects of stress mediators.

New England Journal of Medicine. 1998;338(3):171–179.

8. De Nys L, et al.

The effects of physical activity on cortisol and sleep quality: A systematic review.

Sleep Medicine. 2022;91:157–169.

9. Kim BH, et al.

Intermittent fasting and metabolic health: Influence on stress hormones.

Nutrients. 2021;13(9):3005.

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6. Feb. 2026, 08:27 Uhr

Wohltuender Erkältungsbalsam für kalte Wintertage

Wenn draußen alles still ist, der Schnee dick liegt und die Kälte feucht in die Knochen zieht, braucht der Körper etwas Wärmendes und Klärendes. Dieser einfache Erkältungsbalsam ist genau dafür gemacht: sanft zur Haut, frei von Bienenwachs und trotzdem wirkungsvoll für Brust, Rücken und Füße.

Rezept (vegan & allergenarm)

Zutaten

30 ml Johanniskrautöl5 g Sheabutter3 g Kokosöl

Ätherische Öle (max. 30 Tropfen gesamt)

8 Tr. Eukalyptus6 Tr. Thymian5 Tr. Rosmarin4 Tr. Lavendel4 Tr. Minze

Zubereitung

Johanniskrautöl, Sheabutter und Kokosöl im Wasserbad sanft schmelzen.Vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen (handwarm).Ätherische Öle einrühren.In saubere Gläser füllen und fest werden lassen.

Anwendung

Dünn auf Brust, Rücken oder Fußsohlen auftragen, besonders abends oder bei Frösteln.

Nicht für Kinder unter 6 Jahren geeignet.

Ein unkomplizierter Winterhelfer für genau dieses nasskalte Januarwetter: wärmend, befreiend für die Atemwege und dabei gut verträglich – ideal für empfindliche Menschen und bewusste Rezepturen.

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26. Jan. 2026, 10:00 Uhr

Worin willst Du dieses Jahr wirklich investieren?

Was wäre, wenn „investieren“ kein Ziel hätte, sondern eine Haltung wäre?

Eine bewusste Entscheidung dafür, womit du deinen Körper, dein Herz und dein Leben nährst.

Eines meiner Jahresthemen ist Investieren.

Nicht nur finanziell.

Sondern ganz real:

in meine Zeit.

in meine Energie.

in meine Beziehungen.

und in meine Gesundheit.

Denn all das ist endlich. Und gerade deshalb kostbar.

Investieren heißt auch: den eigenen Körper ernst nehmen

So wie Beziehungen Pflege brauchen, braucht sie auch unsere Gesundheit.

Was wir täglich essen, wie wir mit unserem Körper umgehen, wie viel Raum wir ihm zur Regeneration geben – all das sind stille Entscheidungen mit großer Wirkung.

Wie gehe ich eigentlich mit mir um, wenn niemand hinschaut?

Höre ich auf die leisen Signale meines Körpers – oder erst, wenn er laut wird?

Was würde sich verändern, wenn Ernährung nicht Kontrolle, sondern Fürsorge wäre?

Fasten und eine gute, gesunde Ernährung sind für mich keine Verzichtsprogramme.

Sie sind Einladungen zur Rückverbindung.

Zum Spüren.

Zum Innehalten.

Zum bewussten Neujustieren.

Fasten schafft Raum – körperlich und emotional.

Raum für Klarheit.

Raum für echte Bedürfnisse.

Raum für neue Entscheidungen.

Beziehungen beginnen in der Beziehung zu mir selbst

Eine der längsten Studien zum menschlichen Glück zeigt sehr deutlich:

Gute Beziehungen sind ein extrem wichtiger Faktor für ein glückliches, gesundes und langes Leben.

Nicht Geld. Nicht Status. Nicht Leistung. Sondern Nähe, Vertrauen und Verlässlichkeit.

Darauf weist auch die Harvard Study of Adult Development hin:

Zur Studie

Und gleichzeitig wird oft übersehen:

Die Qualität unserer Beziehungen im Außen hängt eng damit zusammen, wie präsent wir mit uns selbst sind.

Wie ich esse.

Wie ich pausiere.

Wie ich mir zuhöre.

Wie ich für mich sorge.

Und genau diese innere Präsenz – dieses bei-mir-Sein – ist es,

die nicht nur mich nährt,

sondern auch meine Freundschaften lebendig, ehrlich und tragfähig macht.

Fragen zum Innehalten

Worin investiere ich aktuell meine meiste Zeit und Energie – und fühlt sich das stimmig an?

Welche Beziehung möchte genährt werden – zu einem Menschen oder zu mir selbst?

Was braucht mein Körper gerade wirklich?

Was wäre ein kleiner, konkreter Schritt hin zu mehr Gesundheit, Klarheit oder Verbundenheit?

Ein gutes Leben entsteht nicht durch Optimierung.

Sondern durch Zuwendung.

Zu Menschen.

Zum eigenen Körper.

Zum eigenen Rhythmus.

Investieren heißt manchmal auch:

langsamer werden, um tiefer zu leben.

Eine Einladung für dich:

Wenn du spürst, dass Fasten, bewusste Ernährung und ein liebevollerer Umgang mit deinem Körper gerade ein Thema für dich sind, dann frage dich vielleicht:

Was würde sich verändern, wenn ich mir bewusst eine Zeit schenke, in der meine Gesundheit im Mittelpunkt steht?

Wie wäre es, diesen Prozess nicht allein zu gehen, sondern begleitet – mit Wissen, Genuss und Raum für mich?

Ab 18.02.26 starten

ein- oder dreiwöchige Online-Fastenkurse

• zwei 10-tägige Genuss-Fasten-Retreats im Mai auf Teneriffa

Wenn du Fragen hast oder herausfinden möchtest, welches Angebot zu dir passt, beantworte ich dir gern persönlich per PN oder per eMail:

 i.prasch@lebe-gesund.online

23. Jan. 2026, 12:18 Uhr

Wenn es draußen kalt und nass ist

Warum eine wärmende Suppe jetzt genau das Richtige ist

Es sind diese Tage, an denen man kaum merkt, wie sehr das Wetter mitarbeitet.

Nicht eisig kalt, nicht dramatisch – aber feucht, grau, durchdringend. Man kommt nach Hause, fühlt sich müde, ein bisschen fröstelnd, vielleicht auch innerlich unruhig. Der Körper ist da, aber er läuft nicht ganz rund.

Gerade an solchen Tagen braucht es kein aufwendiges Essen und auch keinen strengen Ernährungsplan. Was hilft, ist etwas Warmes, Verlässliches. Etwas, das den Körper nicht fordert, sondern ihn unterstützt. Suppen können genau das leisten – und zwar auf mehreren Ebenen gleichzeitig.

Eine wärmende Suppe bringt nicht nur Temperatur in den Körper. Sie beruhigt die Verdauung, versorgt mit Flüssigkeit und gibt dem Organismus das Signal, dass er loslassen darf. Alles darf ein wenig langsamer werden. Besonders im Winter, wenn Kälte und Nässe Energie ziehen, ist das mehr als nur Komfort – es ist Fürsorge.

Diese Miso-Ramen-Suppe ist genau aus so einem Bedürfnis entstanden.

Sie basiert auf einfachem Wintergemüse wie Karotten, Weißkohl, Lauch und Rosenkohl – Zutaten, die erden und nähren. Miso und fermentierte Sojabohnen geben der Suppe Tiefe und einen herzhaften, runden Geschmack. Man nennt diesen Geschmack Umami: nicht scharf, nicht dominant, sondern vollständig. Ein Geschmack, der satt macht, ohne zu beschweren, und der dafür sorgt, dass man sich nach dem Essen ruhig und zufrieden fühlt.

Was diese Suppe besonders alltagstauglich macht:

Sie lässt sich anpassen, ohne ihren Charakter zu verlieren. Mit etwas mehr Ramen und Sahne ist sie eine vollwertige, wärmende Mahlzeit. Reduziert man beides und erhöht den Gemüseanteil, eignet sie sich auch für Tage, an denen man bewusst leichter essen oder eine Scheinfasten-Phase einlegen möchte – ohne zu frieren oder das Gefühl zu haben, auf etwas verzichten zu müssen.

Manchmal ist gutes Essen genau das:

nicht perfekt, nicht streng, sondern passend zu dem, was draußen – und drinnen – gerade los ist.

Das vollständige Rezept inklusive genauer Mengen, Zubereitung, Nährwertangaben sowie Hinweisen zur Fasten- und Scheinfasten-Variante findest du hier als PDF: Winterliche_Miso-Ramen_.pdf

9. Jan. 2026, 10:33 Uhr